Neues aus dem KH - Rohrbach

40 Zeilen CT im Standardkrankenhaus – wozu?

Koronardiagnostik im LKH Rohrbach

 Das Team Radiologie – Kardiologie bietet im LKH Rohrbach seit Dezember  die CT-Angiographie der Koronargefäße an. Es  werden Patienten mit geringer und mittlerer Wahrscheinlichkeit einer KHK im CT untersucht, während Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer KHK wie bisher zu einer Katheterangiographie geschickt werden. 

Die Darstellung der Koronargefäße stellt höchste Anforderungen an die Technik: es müssen kleine Gefäße, die sich rasch bewegen, optimal kontrastiert und scharf abgebildet werden.  Günstig dafür ist eine langsame Herzfrequenz zwischen  50 und 65 Schlägen/min (ß-Blocker), unbedingt nötig ist ein absoluter Atemstillstand (wird mit dem Patienten trainiert). Arrhythmien sind teilweise tolerabel, günstig ist paradoxerweise eine schlechte Herzleistung (weniger heftige Kontraktionen). 

Patienten mit stark verkalkten Koronararterien (Agatston Score >400) werden nicht im CT untersucht, da zwischen Kalk und kontrastiertem Gefäßlumen oft schlecht eine Grenze zu ziehen ist.  

Sind alle Anforderungen erfüllt, so kann man konstant mit beurteilbaren Bildern rechnen. Nach unseren Erfahrungen gelingt der Ausschluss einer KHK bei wenig verkalkten Gefäßen gut. Bypässe sind hervorragend beurteilbar. Auch der Nachweis von Stenosen gelingt regelmäßig, allerdings ist die Entscheidung, ob solche hämodynamisch relevant sind oder nicht, schwierig. Im Zweifelsfall ist daher zusätzlich eine Koronarangiographie nötig.  

Zweifellos stellt die CT Angiographie der Herzkranzgefäße eine wichtige Bereicherung in der Kardiologie dar und ist für den Patienten weniger risikoreich als eine Katheteruntersuchung.