Neues aus dem KH - Rohrbach
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Gestationsdiabetes von OA Dr.J.G.Loipl Die in den letzten Jahren vorbildhafte Untersuchung der Schwangeren auf GDM mittels eines oralen Glucose-toleranztestes unterliegt dzt. einem „Gewöhnungseffekt“ und ist nunmehr deutlich rückläufig. Aus diesem Grunde darf ich in der heutigen Ausgabe nochmals auf die entsprechende Risikoevaluierung und Diagnose hinweisen: Nach festgestellter Gravidität sollte die Schwangere bezüglich ihres Risikos für GDM eingestuft werden. Bei hohem Risiko für GDM bzw. hohem Risiko für einen bereits vorhandenen Diabetes mellitus Typ II sollte die Schwangere bereits im ersten Trimenon einem oGTT unterzogen werden. Hohes Risiko:
Niedriges Risiko: Keinerlei Risikofaktoren für Diabetes mellitus Typ II (Normalgewicht, negative Familienanamnese, normalge-wichtige Kinder, usw.). Des Weiteren sollten alle Schwangeren in der 22. bis 28. Schwangerschaftswoche auf GDM mittels eines oGTT untersucht werden. Durchführung des oralen Glucosetoleranztestes: Der Test sollte morgens nach mindestens 8-stündiger Nahrungskarenz mit 75 g Glucose durchgeführt werden. Die Schwangere sollte die Glucoselösung (75 g Glucose in 300 ml Wasser) innerhalb von 5 Minuten trinken, während der nächsten 2 Stunden sitzen und nicht rauchen. Bewertung: Nüchtern ≥ 90 mg/dl, 1 Stunde ≥ 170 mg/dl, 2 Stunden ≥ 140 mg/dl. Wird ein Blutglucosegrenzwert erreicht bzw. überschritten, liegt ein Gestationsdiabetes vor und wir würden um Überweisung der Patientin an unsere Diabetes-Ambulanz zur weiteren Betreuung ersuchen.
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Modernste Schrittmachertherapie von Prim.Dr.Anton Ebner Der gute alte Herzschrittmacher wurde mittlerweile längst zum high tech Gerät weiterentwickelt; den Herzrhythmus zu erhalten allein ist nur mehr eine von vielen Indikationen für den Einsatz eines dieser neuen Wunderwerke. Dass wir im Krankenhaus Rohrbach für unsere Herzpatienten am letzten Stand der Schrittmachertherapie sind, zeigt Ihnen der folgende Überblick.
Bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz und komplettem Linksschenkelblock bewährt sich die linksventrikuläre Stimulation, mit dem Ziel einer Resynchronisation. Mit Hilfe einer speziellen dritten Schrittmachersonde, die über den Sinus Coronarius in eine über dem linken Ventrikel gelegene Coronarvene platziert wird, kann die Herzkontraktion wieder ökonomisiert werden. Im besten Fall erholen sich die Patienten um zwei NYHA Klassen!
Bei Patienten mit möglicherweise lebensbedrohlichen tachycarden Rhythmusstörungen, diese sind die symptomatischen ventrikulären Tachykardien und der überlebte plötzliche Herztod mit Kammerflimmern, kommen die ICDs zum Einsatz. Diese implantierbaren DEFIS können mittlerweile aber deutlich mehr als nur Elektroschocks abgeben; mittels immer komplizierter werdender Algorhythmen erkennen sie Rhythmusstörungen schon sehr früh, und terminisieren diese oft schon bevor es zum „Flimmern“ kommt.
Meist sind es ja die besonders schwer herzinsuffizienten Patienten, deren Leben zusätzlich von bösartigen Rhythmusstörungen bedroht ist. Die „Königsklasse“ der neuen Herzschrittmacher stellen die Kombinationsgeräte dar, die beide der oben genannten Therapiemöglichkeiten in sich vereinen. Allerdings müssen bis zur endgültigen Implantations-entscheidung viele Voraussetzungen erfüllt sein. Angefangen von der Indikationsstellung über die Implantation selbst bis zur Nachsorge leisten die Ärzte des LKH Rohrbachs somit einen wichtigen Beitrag zur patientenorientierten wohnortnahen Spitzenmedizin.
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